Film 2

Bilder sagen mehr als Worte: Unser neuer Leistungsfilm

Wieso mit der Holistic Consulting ins Gespräch kommen? Unter anderem weil wir immer wieder versuchen, aus den herkömmlichen Pfaden auszubrechen und mit unseren Partnern unkonventionelle Ideen realisieren. So haben wir in eigener Sache mit unserem Partner Zense einen Leistungsfilm kreiiert – und hatten viel Spass dabei.

Lassen Sie hier die Bilder sprechen – wir freuen uns auf Resonanz.

Umsetzung Leistungsfilm: Zense GmbH

Shoppersensorik: Wahrnehmung mit allen Sinnen

Der Mensch nimmt seine Umgebung immer mit allen Sinnen wahr. Sehen, riechen, fühlen, schmecken und hören. Und alles gleichzeitig. So kann ein Fremdgeruch im Brotbereich, die noch so schöne Auslage unappetitlich erscheinen lassen. Deshalb ist es sinnvoll, als Händler den Raum ganzheitlich wahrzunehmen, zu gestalten und zu pflegen. Dazu braucht es vor allem folgende Fertigkeiten:

  • die Fähigkeit, sich und seine Umwelt wahrzunehmen,
  • die Fähigkeit zu erkennen, welche Reize wie auf den Menschen wirken,
  • die Fähigkeit, die Sinnesreize kongruent und wohldossiert zu orchestrieren.

Für die Gestaltung eines Ladenumfeldes ist es sinnvoll, das Wohlbefinden des Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Denn als Mensch und Kunde gehe ich dahin, wo ich mich wohlfühle und mir auf Augenhöhe begegnet wird. Doch insbesondere in angespannten Umsatzsituationen gerät das Wohlbefinden in vielen Unternehmen regelmässig ins Hintertreffen. Finanzielle Kennzahlen und Effizienzziele nehmen schnell Überhand – auch weil diese besser greifbar sind (im Gegensatz zum Wohlbefinden). Zu kurzfristig gedacht – wie wir meinen. Ein wiederkehrender Kunde ist schließlich auch aus betriebswirtschaftlicher Perspektive interessant. dm Drogeriemarkt hat sich dies mit dem Claim „Hier bin ich Mensch – hier kauf ich ein“ sozusagen auf die Fahnen geschrieben (abgewandelt von Goethes Faust: „Hier bin ich Mensch – hier darf ich‘s sein“) und damit ein unverkennbares Profil aufgebaut.

Doch wie ist das Wohlbefinden der Kunden im Verkaufsraum überhaupt erfassbar und wie sind die vielen Reizquellen entsprechend steuerbar? Dazu bedarf es in erster Linie eines geschulten Wahrnehmungssensoriums. Bereits eine längere Kaffeepause im Nachkassenbereich kann viele Erkenntnisse dazu liefern, wie das Ladenumfeld auf den Kunden wirkt.

Systematisch können wir die Ladenumwelt mit dem Verfahren der Shoppersensorik© erfassen. Dies ermöglicht die Visualisierung von Störfaktoren sowie inkongruenten Reizen und ist gleichzeitig Grundlage für die spätere Orchestrierung der Sinnesreize. Licht, Luft, Regale, Instore Radio, Einkaufswägen, Bodenbeschaffenheit etc. Alle Reize gilt es zu harmonisieren und im besten Fall auf Ihre Retail-Marke abzustimmen. Denn die Neurowissenschaft lehrt uns, dass kongruente Reize eine zehnfach höhere Wirkung haben und zum Wohlbefinden beitragen können.

Sprechen Sie uns gerne für eine shoppersensorische Wahrnehmung Ihrer Laden-, Marken- oder Webumwelt an. Gerne auch für die sensorische Schulung Ihrer Mitarbeiter.

Handsilhouette in Form eines Herzens am Himmel

«Schweizer Paradoxon 2: Wir müssen jetzt mal mehr emotionalisieren

Über Gefühle spricht man nicht. Zumindest in der Welt des Managements nicht. Einzig das Bauchgefühl bei Entscheidungen ist noch legitim wobei auch dies im Big-Data-Zeitalter immer stärker von Algorithmen ersetzt wird. Paradoxerweise wird gleichzeitig der Ruf nach mehr Emotionalisierung rund um die Verkaufspunkte lauter. Nur wer Kunden berühren kann – so die Erfolgsformel – hebt sich von seinen Mitbewerbern ab. Eine durchaus Profil gebende Strategie, die aber angesichts des bei vielen Menschen (und damit auch Mitarbeitern) verlorengegangenen Sensoriums zur Wahrnehmung der Umwelt, denkbar schwierig durchzusetzen ist.

Wann fühlt man sich (un-)wohl in einem Raum? Ich bin in meinen früheren Handelsfunktionen oft mit Marktleitern durch Filialen gelaufen. Anstatt die täglichen Umsatzzahlen zu thematisieren, habe ich sie dazu angeregt, sich mitten im Markt 360 Grad um die eigene Achse zu drehen und zu schildern, was sie gerade wahrgenommen haben. Ein zugegebenermaßen unkonventionelles und gleichzeitig schwieriges Unterfangen.

Es ist jedoch erstaunlich, was man alles wahrnehmen kann, wenn man sich die Zeit nimmt und innehält. Auch wird dabei schnell klar, dass in vielen Verkaufsräumen die Vielfalt der Sinnesreize und vor allem deren Inkongruenz schnell störend und ermüdend wirken. Ein unangenehmer Geruch, die piepsenden Kassen, die Lautsprecherdurchsagen, der Luftzug, die unhygienischen Griffe der Einkaufswägen, das schummrige Licht oder die fehlende Übersichtlichkeit können zum Bespiel zu einem bewussten oder unbewussten Unwohlsein führen.

Bevor man mit Massnahmen zur Emotionalisierung neue Reize setzt, ist es demnach sinnvoll, zunächst die Störfaktoren in einem Raum zu erkennen und zu beseitigen.

Dazu bedarf es eines geschulten Wahrnehmungssensoriums – und zwar nicht nur bei den Raumplanern, sondern auch bei den Strategen, den Fachexperten und insbesondere auch bei den Marktmitarbeitern. Dieses Sensorium ist einem entweder gegeben (als sogenannter feinfühliger Mensch) oder aber über Wahrnehmungsschulungen durch reflexives Erleben (wieder) zu erlangen. Ohne diese Wahrnehmungsfähigkeit der Versuch, die Customer Experience, die Emotionalisierung oder die Inspiration zu optimieren («Wir müssen jetzt mal mehr emotionalisieren»), meistens zum Scheitern verurteilt. Oft resultiert ein unkoordiniertes Feuerwerk an Botschaften, die den Kunden mehr verwirren als inspirieren.

Grundlage für die Schärfung der eigenen Wahrnehmung ist eine Unternehmenskultur, die das bewusste Wahrnehmen und Innehalten überhaupt zulässt.

In diesem Sinne – was nehmen Sie in Ihrem Markt wahr, wenn Sie sich um 360 Grad drehen?