Reizüberflutung im Supermarkt

Renaissance des stationären Handels – aber wie!?

Der stationäre Einzelhandel droht zum Opfer der Digitalisierung zu werden. Dieses Bild wird seit über einer Dekade immer wieder vermittelt. Tatsächlich liegt das Momentum mit einem jährlichen Wachstum seit 2012 von 10 bis 15 Prozent deutlich stärker beim Online-Kanal als beim stationären Handel. Häufig entsteht aus diesen zahlenmäßigen Gewissheiten eine Ohnmacht, so dass nur noch die Vorteile des Online-Handels die Diskussion zu beherrschen scheinen.

Die originären Stärken des klassischen Handels, wie beispielsweise die Beratungskompetenz oder das Einkaufserlebnis am Point of Sale, werden zwar immer wieder als kritische Erfolgsfaktoren hochgehalten, aber häufig nicht mehr in aller Konsequenz gelebt. Im Gegenteil: Der stationäre Aktionismus trägt dazu bei, dass sich die Kunden im Laden nicht mehr zurechtfinden. Reizüberflutung, fehlende Atmosphäre, Basar-Optik und ein sinkendes Wohlbefinden sind die Konsequenzen.

Das Bittere dabei: Der stationäre Handel verliert immer mehr den Glauben an sich selbst und verspielt durch ein unsystematisches Kopieren der Onlinewelt je länger je mehr die eigenen Vorteile. Die Kunden wandern – aufgrund fehlender Mehrwerte vor Ort – nur noch stärker in die digitale Welt ab. Ein Experte für die Generation Y und Z formulierte dies so:

«Würde der stationäre Handel seine originäre Funktion erfüllen, hätte der Kanal durchaus die Chance, in mein Mindset zu finden. Aktuell gibt es aber keinen Grund, mich in die Filiale zu bemühen.»

Eine Renaissance des Handels ist also notwendig. Aber wo beginnen? Was sind wirklich die kritischen Erfolgsfaktoren im stationären Handel? Was begehrt und honoriert der Kunde tatsächlich und was ist nicht relevant für das Einkaufserlebnis? In welche Elemente der Leistungserstellung ist es sinnvoll zu investieren? Was wollen Kunden in der stationären Filiale wirklich? Was zählt?

Mit unserer Multiclient-Studie wollen wir – INNOFACT, Holistic Consulting und das Institut für Handelsmanagement – aufzeigen, wie das stationäre Profil ganzheitlich gesehen neu interpretiert werden kann. Was sind die originären Vorteile des stationären Handels, die den gewandelten Kundenbedürfnissen gerecht werden und eine Renaissance einleiten können?

Die Feldphase der Studie beginnt im April 2020. Sie haben noch die Möglichkeit, Teil der Studie zu werden und diese mitzugestalten. Melden Sie sich gerne bei uns.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Markus Schweizer
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